Archiv für Januar 2012

2007 ist unwiederbringlich vorbei

Klick auf den Link und höre beim Lesen des folgenden Textes den letzten Track, den wir auf der unvergesslichen Silvester-Party 07/08 hörten.

Als ich im Verlauf des letzten Jahres meinen Teil des Buchs „Raven wegen Deutschland“ schrieb, bekam ich so manches mal wahnsinnige Sehnsucht.

Sehnsucht nach dem Sommer 2007, der alten Crew, dem intensiven Umgang miteinander, der exzessivsten Feierei-Phase meines Lebens und der grossen Liebe, die mich wie der Blitz traf, als ich am wenigsten damit rechnete.
In den wenigen freien Momenten, die ich letzten Sommer hatte, versuchte ich deshalb einige der Leute zu animieren, wieder loszuziehen und besorgte es mir mit Mittelchen aller Art selbst oft so schmutzig, wie es nur irgendwie ging. Immer soviel wie möglich und am besten Alles durcheinander und auf einmal.
Was soll ich sagen?
Es war anders. Auch schön, aber trotzdem ganz anders.
Denn manche der im Buch beschriebenen haben Familien gegründet und/oder wurden solide. Ich will es ihnen nicht verdenken. Andere Freundschaften sind längst in die Brüche gegangen. Selbst die Besten und Innigsten davon, sind mittlerweile merklich abgekühlt, aber so ist nunmal der Lauf der Dinge. Manche sind gestorben. Ich werde sie immer vermissen…
Überraschenderweise begann jedoch eine der zwischenmenschlichen Beziehungen von damals, die ich -obwohl sie mir unfassbar wichtig war- 2009 ganz unachtsam zerstörte, wieder aufzublühen. Vertraut und schön. Fast so, als wäre es nie anders gewesen…. Aber… Als diese -nach einigem Hickhack- jetzt erneut in 1000 Teile zerfiel, diesmal quasi ein Opfer von Unehrlichkeit und Zerstörungswut wurde, wurde es Zeit, einzusehen:
2007 ist unwiederbringlich vorbei!
Ist das ein Grund Trübsal zu blasen? Bestimmt nicht!
Ich bin zwar mittlerweile nicht mehr der Jüngste, aber bestimmt noch nicht so alt, um verbittert alten Zeiten hinterher zu trauern, zumal mir absolut bewusst ist, dass der Blick in die eigene Vergangenheit nicht selten ein äusserst Verklärter ist, beziehungsweise fast zwanghaft ein Solcher sein muss.
Manchmal kann dieser Blick aber durchaus einen Heiden Spass machen!
Glaubst du nicht?
Kulla und ich werden ab nächster Woche in folgenden Orten versuchen, das zu beweisen:


Danach mach ich endgültig einen dicken Haken unter 2007 und bin gespannt, was die Zukunft noch alles zu bieten hat.
Was bleibt ist, dass ich vermutlich auch in Zukunft oft lange aufbleiben, viel trinke und mich für uns alle schäme.
Soviel Konstante muss sein.

P.S.:
Wo liest eigentlich du „Raven wegen Deutschland“? Schick ein Pic über Facebook oder an egotronicband[at]googlemail[dot]com

Die Lese-Reise: